Hohl

 
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Anderl
Pantah-Urgestein



Beiträge: 258
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BeitragGeschrieben: 09.02.2003 17:13 

Hallo,

letztes habe ich mal was aufgeschnappt wie "hohlbohre" von Teilen zur Gewichtsreduzierung. Nun habe ich schon wieder was darüber gelesen und jetzt will ich`s doch mal wissen.

Was kann ich hohlbohren ?
Was sagt da der TÜV ?
Wie weit kann man was hohlbohren ?

Wer weis was dazu ?

Grüße
Anderl

PS: nicht dass ich das bei meiner Pantah machen wollte, da würds schon reichen, wenn ich 14 kg abnehmen würde
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bambam
Junior-Pantahtist/a

Beiträge: 34
Ort: München

BeitragGeschrieben: 10.02.2003 09:16 

Hallo Anderl,
welche Teile willst Du denn "hohlbohren"?
Bei fertigen Teilen ist das etwas problematisch, da der Bohrer immer "verlaufen" wird (d.h. die Bohrung fluchtet dann nicht zur Welle). Bei kurzen Teile ist das meist nicht so extrem - aber bei langen Wellen oder Achse (z.B. Steckachsen). Ich persönlich fertige dann lieber gleich neue Teile mit Bohrung.
Beim TÜV hatte ich bis jetzt, selbst bei meinen Steckachsen, keine Probleme.

Gruß
Robert
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Anderl
Pantah-Urgestein



Beiträge: 258
Ort: Pirmasens (Pfalz)

BeitragGeschrieben: 11.02.2003 20:31 

Und welches Material benutzt Du ? ST 37 wohl nicht, oder ?

Welche Teile gibts sonst noch bei denen sichs lohnt.

Habe neulich gelesen, daß manche sogar inbusschrauben nehmen und die oben noch kegelig zuschleifen....verrückt ;-))
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bambam
Junior-Pantahtist/a

Beiträge: 34
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BeitragGeschrieben: 12.02.2003 08:12 

Hallo Anderl,
für die Steckachsen nehme ich mittlerweile hochfestes Aluminium (AlZnMgCu1,5). Ich werde aber nicht größer als ø10 mm bohren.
Das Steuerkopfrohr kann man auch aus Aluminium machen. Das bringt allerdings nicht viel da diese sowieso schon hohl ist.
Bei Motorteilen lasse ichdie Finger davon. Außerdem würde sich auch nur die Getriebehauptwelle durchbohren lassen (bei der Zahnriemenwelle und der Getriebenebenwelle läuft ja sonst das Öl aus).

Gruß
Robert

P.S. Am meinen VA-Inbusschrauben drehe ich den Kopf auch konisch - allerdings aus optischen Gründen
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Ducbuck
Junior-Pantahtist/a



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Ort: Gelsenkirchen

BeitragGeschrieben: 22.02.2003 22:21 

Hallo Pantahtisti,
Motorenteile hohlbohren dürfte extrem schwierig werden, gerade Wellen sind, wenn auch nur Randzonengehärtet, extrem hart. Da gibt jeder noch so gute Bohrer auf. Bei den Steckachsen auch kein Aluminium verwenden!! das Material altert!! Lebensgefahr!! Ich kann zwar nicht sagen in welchen Zeitraum aber das ist es nicht wert. Selbst die japanischen Alurahmen haben nur einer begrenzte Lebenszeit. Alles Kalkulation.
Da ist es einfacher an sich selber zu sparen oder alles abbauen was ohnehin zu viel ist.

Grüße vom diätenden Ducbuck

____________________________________
Geht nich gibt's nich
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bambam
Junior-Pantahtist/a

Beiträge: 34
Ort: München

BeitragGeschrieben: 24.02.2003 09:58 

Hallo,
Ich hab das ja geschrieben, dass das mit dem Bohren von langen Teilen problematisch ist.
Mit einem Hartmetallbohrer wäre das Material schon zu bohren. Der Bohrer wird aber höchstwahrscheinlich "verlaufen". Erodieren könnte hierfür die Lösung sein. Aber für was? Die Gewichtsersparnis im Vergleich zum Aufwand und zur Zuverlässigkeit steht in meines Erachtens in keinem Verhältnis.

Das mit "Lebensgefahr bei Alu-Steckachsen" will ich allerdings nicht so stehen lassen!

Aluminium altert NICHT!!!
Allerdings ist Alu stark korrosionsgefährdet. Denn kann man aber durch eloxieren entgegentreten.

@ducbuck
Du meinst wahrscheinlich, dass Alu keine Dauerfestigkeit nach Euler hat.

Die Eulersche Dauerfestigkeit gibt an, dass bei 10 Mio Lastwechsel bei Stahl die Festigkeit nicht mehr "sinkt". Bei Aluminium, ebenso wie bei Titan, "sinkt" die Festigkeit, wenn auch nur geringfügig, weiter ab.
Ich möchte hier ein kleines Beispiel geben um das zu relativieren.
Ich hab mal über Flugmotoren mit Aluminium -Pleuel gelesen.
Bei diesen wurden Wechselintervalle für die Pleuel angegeben, welche bei Straßenfahrzeugen etwa 30-40.000 km entsprichen. Bei Pleuel sind natürlich die Wechselwirkungen durch die Drehzahlen erheblich höher als beispielsweise bei Steckachsen. Ich schätze mal der Wechselintervall durfte sich im Bereich des doppelten bewegen (ohne es genauer auszurechnen, da mir die Vorgabewerte fehlen).
Wie lange dann eine solche Steckachse eingebaut sein kann ist ja leicht auszurechnen (ich glaube, dass allgemein die Jahreskilometerleistungen unserer Pantah's nicht mehr so hoch sind).

Des weiteren werden bei den Originalen Steckachsen KEINE hochfesten Stahllegierungen verwendet, sondern lediglich niedrig bis mittelfeste Stahllegierungen.
Die Steck- bzw. Dehngrenze (Re / Rp0,2) liegt bei solchen Stählen bei 350 bis 490 N/mm². Bei Edelstählen sind die Werte ähnlich.
(Anmerkung: Die Streck- bzw. Dehngrenze gibt genau den Bereich an, an dem das Material zu fließen beginnt, d.h. der elastische Bereich wurde gerade überschritten).
Die hochfeste Aluminiumlegierung AlZnMgCu 1,5 hat eine Dehngrenze (Rp0,2) von 440 bis 460 N/mm².

Kein größer Unterschied - oder?

Daher kann ich "Lebensgefahr bei Alu-Steckachsen" nicht teilen.

Gruß
Robert

P.S. Vor einigen Jahren war ich bei Alu-Steckachsen allerdings genauso skeptisch wie der ducbuck


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bambam
Junior-Pantahtist/a

Beiträge: 34
Ort: München

BeitragGeschrieben: 24.02.2003 10:04 

Ach ja,
das mit der Lebensdauer eines Aluminiumrahmens ist sicher richtig. Allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass die Hersteller das eher aus rechtlichen Gründen machen (falls so ein Rahmen wirklich nach X Jahren brechen oder reißen sollte).
Noch mal zu den Steckachsen. Die großen Tourendampfer und Harley's haben meist auch keine größeren Steckachsen verbaut. Die haben aber teilweise schon weit über 300 kg Eigengewicht und sind damit über 100 kg (50%) schwerer als unsere Schnauferl. Da ist man alleine dadurch schon auf der sicheren Seite.

Gruß
Robert

P.S. Ich gebe ducbuck aber auch absolut recht, dass es erst mal effektivere Möglichkeiten gibt Gewicht zu sparen.
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Max
Junior-Pantahtist/a



Beiträge: 22
Ort: München-Passau

BeitragGeschrieben: 26.02.2003 12:13 

Hallo,
das wird ja schön langsam wissenschaftlich hier......
Ohne mich da gross einmischen zu wollen ( ist mir zu hoch ), schaut doch mal auf diesen Link. Die machen so ziemlich alles leichter...auch für die Pantah!!!

www.ducati-development-dortmund.de

servus Max
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Anderl
Pantah-Urgestein



Beiträge: 258
Ort: Pirmasens (Pfalz)

BeitragGeschrieben: 26.02.2003 20:21 

Und ich weiss wie man ganz locker 15 kg Gewicht von der Pantah runterbekommen könnte.

Das ist aber wesentlich komplizierter und da hilft kein Bohrer der Welt...

nicht wahr DucBuck

Wer weiss was ich meine...ein Tip:

http://www.ststumpf.de/rennstrecke/kastellaun02/p7200038.jpg

Von rechts nach links auf dem Bild: Felix (Manxmann), mein Sohn und ich, Christoph, Susanne und Stefan (Steppi 916)

Nein mal ehrlich. Ich denke die ganze hohlbohrerei scheint mir nicht soviel zu bringen und schon gar nicht im Vergleich zum Aufwand.


Hey, den Auspuff könnte man doch hohlbohren, oder

Ciao
Anderl
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Ducbuck
Junior-Pantahtist/a



Beiträge: 44
Ort: Gelsenkirchen

BeitragGeschrieben: 27.02.2003 09:31 

Hallo Pantahtisti,
hohlbohren von Teilen ist eine kostspielige Sache, dann aber zu wissen das das Bike superleicht ist (im Verhältnis zum Orginal) oder das ganz besondere Teile aus Alu, Titan oder Magnsium verbaut sind die die ganze Sache aufwerten ist auch was schönes. Das neue Teil zu bekommen und auszupacken in der Hand halten ist schon irgendwie erhebend. Das leichtermachen an sich kann natürlich auch zur Sucht werden, da weis ich schon wovon ich rede.

Zu den 15 kg Gewichtseinsparung, die kann höchstens daran sparen das man unsere Pantahs "ein wenig" entlastet.
Anderl hat schon recht........

Grüße Ducbuck

PS.: Bambam hat natürlich recht in Bezug auf die Steckachsen,das Material entscheidet. Zu den Rahmen die werden tatsächlich "weich",
das soll heißen das es schon einen Alterungsprozess gibt welcher aber nicht so geartet ist das gleich die ganze Kiste auseinanderfällt.



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Geht nich gibt's nich


bearbeitet von Ducbuck am 27.02.2003 09:33
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